Lachgassedierung

 

Jeder siebte Bundesbürger hat Umfragen zu folge Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung. Oft ist es einfach nur ein beklemmendes Gefühl, manchmal auch die offene Angst, die viele Patienten davon abhält, längst überfällige Behandlungen anzugehen. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die schmerzstillende (analgetische) und die beruhigende (sedierende) Wirkung von Lachgas (chemisch N2O, Distickstoffmonoxid) entdeckt. Für die Behandlung von Angstpatienten wird die angstlösende Eigenschaft von Lachgas genutzt.

Wie läuft eine Sedierung ab?

Über eine kleine Nasenmaske atmet der Patient ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein. Dabei kann ein Mindestanteil von 30 % Sauerstoff nicht unterschritten werden. Diese Restkonzentration ist fast das Doppelte der in der normalen Raumluft vorhandenen Sauerstoffkonzentration. Einige Atemzüge genügen bereits um die Wirkung des Lachgases eintreten zu lassen: Es breitet sich ein Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung im Körper aus, der Patient in einen angenehmen Trancezustand. Dabei ist jedoch unbedingt anzumerken, dass der Patient jedoch jederzeit ansprechbar und Herr seiner Sinne ist. Mit der Abnahme der Angst nimmt auch die Schmerzempfindlichkeit ab. Das Setzen einer Betäubungsspritze wird als deutlich weniger unangenehm empfunden. Auch extreme Würgereize und starke Schluckreflexe sind unter Lachgas stark verringert.

Die Intensität der Sedierung wird durch das Mischungsverhältnis zwischen Sauerstoff und Lachgas individuell durch Dr. Zöllner auf den Patienten eingestellt. Die Wirkung dauert nur solange an, wie der Patient das Gasgemisch einatmet. Zum Ausleiten der Sedierung atmet der Patient für 3-5 Minuten reinen Sauerstoff ein. Dadurch wird das Lachgas abgeatmet und der Patient kann schon nach etwa 15 Minuten die Praxis mit einem klaren Kopf alleine verlassen. Die Lachgasbehandlungen werden unter pulsoxymetrischer Überwachung durchgeführt. Dabei misst ein Fingersensor stets die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung im Blut des Patienten. Die sorgfältige Anamnese mit dem Zahnarzt ist, wie das ausführliche Aufklärungsgespräch, dabei sehr wichtig.

Gibt es Gründe gegen eine Lachgassedierung?

Die Lachgassedierung gilt als eine sehr sichere Methode. In vielen Ländern (USA, England Australien, skandinavische Länder) wenden bereits weit über 50% aller Zahnärzte Lachgas routinemäßig an. Ernste Zwischenfälle sind trotz Millionen dokumentierter Anwendungen nicht bekannt. Lachgas gilt als eines der am besten untersuchten Stoffe in der Medizin.

Nicht geeignet ist das Verfahren allerdings für Patienten mit behinderter Nasenatmung, Kinder unter drei Jahren sowie bei akuter Mittelohrentzündung, Mastoiditis, Pneumothorax oder kürzlich erfolgter Augen- OP. Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen können nicht behandelt werden, da eine gute Kooperation unabdingbar ist. Einzige Nebenwirkung ist eine Hemmung der Vitamin B12 Synthese, daher führt eine regelmäßige Inhalation (täglich über mehrere Wochen oder länger als acht Stunden) zu einem Vit B12 Mangel. Dies kommt für Patienten auf Grund der sehr viel kürzeren Behandlungszeit jedoch nicht zum Tragen. In extrem seltenen Fällen kann es zu einer vorübergehenden Übelkeit kommen.

Allergische Reaktionen auf Lachgas sind in 170 Jahren nicht aufgetreten. Lachgas wird im Körper weder abgelagert noch abgebaut, es wird zu über 99% abgeatmet. Es hat keine Wirkung auf Herz, Kreiskauf, Atmung oder innere Organe und ist somit risikoärmer als eine normale Lokalanästhesie (Spritze). Vorurteile und schlechte Erfahrungen beruhen auf Überdosierungen, die mit dem von uns eingesetzten Gerät unmöglich sind.

Bei der Lachgassedierung handelt es sich um eine Behandlungsmethode, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird. Die privaten Krankenkassen und Beihilfestellen übernehmen - abhängig von den jeweiligen Vertragsbedingungen - unter Umständen einen Teil der entstandenen Kosten.

Fazit:

Die Lachgasanwendung ist ein sehr sicheres Behandlungsverfahren, welches eine angstfreie Behandlung in der zahnärztlichen Praxis ermöglichen kann. Geringe Nebenwirkungen und eine optimale Steuerbarkeit stellen im Vergleich zu anderen Sedierungsverfahren mit Medikamenten (oral oder intravenös) einen entscheidenden Vorteil dar.

Durch eine zertifizierte Ausbildung von Herrn Dr. Zöllner, mit einer perfekten technischen Ausstattung und der Mitarbeit der Assistenzen kann der Angstpatient entspannt loslassen und die nötige Behandlung durchführen lassen.